Broschüre 2018/19


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Rabenschwarzes Wochenende


0:3-Klatsche gegen Herrsching, 1:3 gegen Nittenau Resignation, Wut, Enttäuschung und auch Fassungslosigkeit spiegelte sich in den Gesichtern der Volleyballer vom TSV Mühldorf wider. Mit 0:3 haben sich die Regionalliga-Volleyballer am Samstag gegen Herrsching die bislang größte Klatsche geholt. Nicht viel besser lief es am Sonntag in Nittenau. Gegen den bislang ebenso sieglosen Tabellennachbarn verloren die Mühldorfer mit 1:3. Beim Heimspiel am Samstag gegen den TSV Herrsching sollte endlich der erste Saisonsieg gefeiert werden, doch es wurde ein Spiel ohne eine Chance auf die notwendigen zwei Punkte gegen den Abstieg. Dabei zeigten die sonst so angriffsstarken Mühldorfer erstmals mentale Schwächen. Denn im ersten Satz noch agierten Kapitän Fabian Wagner und Co. noch erfolgreich am Netz, nutzten den schlechten Start der Gäste, um nach klasse Aufschlägen von Wagner und Markus Frey mit 19:15 in Führung zu gehen. Dann aber machten sich Schwächen in Zuspiel und Annahme bemerkbar, die sich in der Folgezeit wie ein roter Faden durch das gesamte Spiel ziehen sollten. Herrsching glich aus, eroberte sich Führung, nach 10:3 Punkten hatten die Gäste den Satz unter Dach und Fach (22:25). Die Zweier-Annahme mit Fabian Wagner und Leo Tille schien mit den immer härter aufschlagenden Herrschingern überfordert zu sein. Ungenaue Bälle waren die Folge, mit denen die Zuspieler Karim Bassir und später auch Lars Rommel nichts anzufangen wussten, zumal auch sie nicht ihren besten Tag erwischt hatten. „Der Ball war zu oft zu nah am Netz. Gegen eine so blockstarke Mannschaft wie Herrsching können da die Angreifer nicht viel ausrichten“, analysierte Jogi Tille, der als Coach für Günther Thomae (auf Trainerlehrgang) eingesprungen war, das Spiel. In der Tat blieben die zuletzt so starken Severin Bienek und Markus Frey hinter ihren Möglichkeiten zurück, weil sie einfach keine Bälle bekamen, die präzise genug waren, um den Gegner dauerhaft unter Druck zu setzen. Auch die Taktik, Severin Bienek als Außenangreifer einzusetzen und dafür Christoph Auer bei seinem Heimspieldebüt über Diagonal agieren zu lassen, ging nicht auf, zumal damit der technisch starke Auer auch aus der Annahme genommen war. Die Folge: Auch in Satz zwei dominierte Herrsching das Spiel, hatte sich schnell eine passable Vier-Punkte-Führung erspielt, die bei der Form der Herrschinger an diesem Tag nicht mehr aufzuholen war (18:25). Auch weil Beachvolleyballer Bene Doranth auf Herrschinger Seite ohne Leistungsabfall den Mühldorfern ein ums andere Mal die Bälle um die Ohren haute und der zweitliga-erfahrene Herrschinger Zuspieler Basti Gerwers geschickt die Bälle verteilte und dabei auch noch einen starken Block stellte, blieben die Mühldorfer auch im dritten Satz zweiter Sieger. Die Einwechslungen des noch unerfahrenen Thomas Brandstetter über Mitte (für Müller) oder Alex Lechner für Bienek brachten keine wesentliche Verbesserung der Situation. Herrschings fehlerfrei spielender Libero Stephan Kern trug sein Übriges dazu bei, dass auch im dritten Satz Herrsching tonangebend war, Mühldorfs Fehlerquote bei den Aufschlägen blieb darüber hinaus konstant hoch. Nach 15:10, 17:9 und 22:14 ging der Durchgang mit 25:18 und damit auch der Sieg an Herrsching. Tags darauf gegen Nittenau schien die Enttäuschung über die Niederlage gegen Herrsching anfangs wie weggeblasen. Mühldorf agierte in den ersten beiden Durchgängen motiviert. Führte bisweilen mit zwei bis drei Punkten. Doch in beiden Sätzen kämpfte sich Nittenau zurück, holte sich auch aufgrund einiger Individualfehler der Mühldorfer die 2:0-Führung (25:20 und 25:22). Trainer Jogi Tille war nun gezwungen umzustellen: Da Zuspieler Lars Rommels Bälle zu nah am Netz und zu durchschaubar waren, Karim Bassir gestern aber als Zuspielalternative nicht zur Verfügung stand, rückte Fabian Wagner zurück in die Rolle des Zuspielers. Die Rechnung schien auch aufzugehen. Mühldorf hatte neuen Mut gefasst, erspielte sich mit Christoph Auer und Severin Bienek als Außenangreifer sowie mit Alex Lechner als Diagonalspieler ein passables Polster, das es bis zum Satzgewinn nicht mehr schrumpfen ließ (25:21). Dann aber wieder der Einbruch: Gleich in der Anfangsphase von Abschnitt vier fingen sich die Mühldorfer vier Punkte ein, liefen hinterher: "es fehlte in der Abstimmung, vor allem beim Block", fasst Tille zusammen. Mühldorf kämpfte sich noch einmal heran, führte zwischenzeitlich sogar mit 12:11, doch am Ende ließt Nittenau nichts mehr anbrennen (25:19). Mühldorf bleibt damit bislang immer noch sieglos am Tabellenende. 0:10 Punkte stehen auf dem Konto, immerhin ist damit ein Eintrag in die Abteilungsannalen sicher: Einen schlechteren Saisonstart gab es bislang noch nie.