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Sechs-Punkte-Bilanz: Jetzt wird der Tabellenführer gejagt


Am Samstag 3:1 gegen den ASV Dachau, gestern klares 3:0 gegen Neumarkt: TSV Mühldorf jetzt auf Platz zwei Mühldorf – Er hatte sich warm gemacht, feuerte lautstark an, und doch blieb er während des gesamten Spiels auf der Bank sitzen. Ganz einfach: Michi Mayer hatte gestern einfach keinen Bedarf, seinen reaktivierten Libero Eric Hagendorn einzuwechseln. Zu gut lief das Spiel gegen den bislang punktlos gebliebenen Tabellenletzten ASV Neumarkt. „Der Trainer wollte mich bringen, aber ich ließ den jungen Spielern den Vorzug, schließlich trainieren die auch dreimal in der Woche“, freute sich Oldstar Eric Hagendorn dennoch über den klaren 3:0-Sieg der Mühldorfer Volleyballer. 25:12, 25:19 und 25:12 hieß es am Ende einer Partie, die einen Zwei-Klassen-Unterschied offenbarte. Kein Wunder: Nach dem Abstieg aus der 3. Liga musste der ASV Neumarkt Federn lassen, fast alle Spieler hatten dem Verein den Rücken zugekehrt. Die Lücken mussten mit Bezirksliga-Spielern aufgefüllt werden – und die zahlten viel Lehrgeld in dieser Saison. Auch gestern. Denn die Mühldorfer spielten konzentriert, obwohl sie den krankheitsbedingten Ausfall von Basti Hörster kompensieren mussten. Hauke Ferch griff an seiner Stelle mit Nico Philipeit über die Mitte an, Tom Brandstetter und Fabian Bartsch richteten es über den Außenangriff und Lars Rommel spielte mit Alex Brandstetter zu. Zu viele Fehler der Oberpfälzer ließen schnell erkennen, wer den Platz als Sieger verlassen sollte. Symptomatisch Satz drei: Nico Philipeit kam bei 15:2 zum Aufschlag, servierte zehnmal und das Spiel war aus. Keine Annahme, kein Zuspiel, kein Angriff – Mühldorf hatte kaum Mühe, die drei Punkte vor heimischem Publikum zu holen. Relativ souverän auch der Auftritt der Mühldorfer beim samstäglichen Auswärtsspiel beim ASV Dachau, der wie Neumarkt bereits als Absteiger feststeht. Wer allerdings dachte, dass die Dachauer bereits resigniert hätten, sollte spätestens in Satz zwei eines Besseren belehrt werden. Den ersten Durchgang hatten die Mühldorfer noch dominiert. Besonders stark: Nico Philipeit, der bis zum 12:9 die Hälfte der Mühldorfer Punkte besorgt hatte. Passabel das Debüt des Nachwuchsspielers Jonas Zusann, der bei 21:15 eingewechselt wurde und mit vier Aufschlägen den Satz zu machte (25:15). In der Folge aber ließen sich die Mühldorfer dann aber zu Unkonzentriertheiten hinreißen, während die Dachauer nun mit starken Aufschlägen beeindruckten. Dies hatte den Verlust von Durchgang zwei zur Folge (18:25). Mühldorf hatte auch im weiteren Verlauf Probleme mit der Annahme, doch immerhin konnten Bartsch und Brandstetter noch über außen punkten in einem technisch guten Spiel. Den vierten Satz konnten die Mühldorfer noch relativ klar für sich entscheiden, doch Satz vier offenbarte ein munteres Hin und Her. Bis zum 27:25 mussten Mühldorfs Herren kämpfen, um die volle Punkteausbeute von drei Zählern ihr Eigen nennen zu dürfen. Mühldorf hat mit sechs Punkten die Maximalausbeute eingeheimst und verbessert sich damit mit nun 35 Punkten vom vierten auf den zweiten Platz, punktgleich mit dem Tabellenführer MTV München, der ein Spiel weniger auf dem Konto hat, und dem Dritten vom SV Schwaig. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison blickt der TSV Mühldorf nach oben. Er ist aber auf Schützenhilfe angewiesen, wenn der MTV München noch abgefangen werden soll. Der hat nämlich im Schlussprogramm noch mit Zirndorf (Fünfter/32 Punkte) und dem Tabellenvierten TSV Eibelstadt (Vierter/33 Punkte) zwei unangenehme Gegner. „Sollte der MTV Punkte lassen, könnte es sein, dass wir zum Saisonfinale gegen Eibelstadt also ein echtes Endspiel haben“, so Mühldorfs Abteilungsleiter Stefan Bartsch zum Spiel am 17. März. Einer, der dann mitanfeuern wird, ist dann auch wieder Eric Hagendorn: „Ich bin auch in meiner Rolle als Glücksbringer zufrieden!“ Foto: Souveräne Vorstellung: Am Samstag setzte Nico Philipeit zu Beginn des Spiels gegen Dachau entscheidende Akzente. Am Sonntag brachte er mit zehn Aufschlägen in Folge Mühldorf gegen Neumarkt auf die Siegerstraße. Quelle: OVB