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U 14 Deutscher Vizemeister


TSV Mühldorf unterliegt erst im Finale dem SC Dresden Die U 14 – Jugend des TSV Mühldorf setzt die sensationelle Tradition der Erfolge der männlichen Volleyballjugend fort. Dachte man nach dem letztjährigen Vizemeistertitel der U 20 mit dem goldenen 97-iger Jahrgang, jetzt wäre es vorbei mit den Teilnahmen an deutschen Meisterschaften und es kommen weniger erfolgreiche Zeiten auf die Volleyballer zu, so zeigten die Jungs um Kapitän Kilian Nennhuber, dass mit ihnen ab jetzt zu rechnen ist. Obwohl „nur“ als Zweiter der Bayerischen Meisterschaft für die Titelkämpfe in Achim (bei Bremen) qualifiziert, zeigten sie schon in den Gruppenspielen, dass sie ein Wörtchen bei der Vergabe der Medaillen mitsprechen wollen. Gleich im ersten Spiel gegen den TSC Berlin ging es um eine gute Ausgangsposition für den weiteren Verlauf. Die Berliner, immerhin Nordostdeutscher Meister vor dem Nachwuchs des amtierenden deutschen Meisters bei den Herren SCC Berlin, forderten die Mühldorfer gehörig. Es ging etwas zäh los über 5:4 geriet man zunächst 5:7 in Rückstand, schaffte aber den Ausgleich zum 7:7 und konnte sich dann über 10:8 und 15:9 doch absetzen. Schließlich ging der Satz klar mit 25:18 an die Innstädter. Im zweiten Satz hatten die Hauptstädter den besseren Start und gingen bis auf 11:16 und 12:18 in Front. Doch der Mühldorfer Kampfgeist war geweckt. Die Jungs von Trainer Jogi Tille kämpften sich über 16:20, 18:21, 20:22, bis auf den Gleichstand zum 23:23 heran. Den ersten Satzball vergaben die Mühldorfer, dann hieß es Satzball Berlin, dieser wurde abgewehrt. Den zweiten Satzball verwandelten die Mühldorfer zum umjubelten 27:25. Auch das zweite Spiel gegen den Hessenmeister aus Kriftel, der traditionell starke Teams zu den Meisterschaften schicken kann, erwies sich nicht als Selbstläufer. Bis zum 15:15 konnte keine Mannschaft einen Vorteil erringen, dann ging Kriftel mit 15:18 in Führung, doch die TSV-Jungs konnten zum 19:19 ausgleichen. Wieder ein knapper Satz mit 27:25 für Mühldorf. Im zweiten Satz erkämpften sich die Mühldorfer einen Vorteil zum 9:5, über 12:6 und 17:13 zeigten sie keine Schwäche und setzten sich schließlich mit 25:17 durch. Da gleichzeitig Berlin den letzten Gruppengegner der Mühldorfer den TV Rottenburg (ebenfalls eine Nachwuchsmannschaft eines Bundesligisten) mit 2:1 bezwungen hatte, war klar ein Satz würde zum Gruppensieg reichen. Die Mannschaft zeigte sich voller Siegeswillen und dominierte den ersten Satz von Anfang an und gewann mit 25:18. Im zweiten Satz spielte man nicht ganz so konzentriert, konnte zwar beim Spielstand von 22:24 zwei Satzbälle abwehren doch den dritten verwandelten die Württemberger zum 24:26, Ausgleich. Im Tiebreak war dann etwas die Luft raus und Rottenburg siegte klar mit 10:15. Aber der Gruppensieg war trotzdem erreicht. Jetzt hieß es schnell zurück ins Hotel und Regenerieren, denn um 9:00 am Sonntag wartet schon der nächste Gegner aus der Hauptstadt - der SCC Berlin. 6:40 an die frische Luft, 7:10 Frühstück, 7:45 Abfahrt zur Halle, ab 8:00 bewegen und Ballgewöhnungsübungen, ab 8:30 Einspielen und 9:00 Spielbeginn. Das war der Plan für die Spieler. Der Gegner kam erst um 8:30 in die Halle und war vielleicht nicht ganz so frisch. Mühldorf konnte dies ausnützen, sich schnell absetzen und siegte souverän mit 25:16. Auch im zweiten Satz ließen sie nichts anbrennen, gingen schnell 13:6 in Führung und gewannen schließlich mit 25:11. Trainer Tille:“ Vom Ergebnis her unser wohl leichtestes Spiel, aber die Jungs haben auch sehr konzentriert gespielt. Damit ist eine Medaille sicher, da bei den Jugendmeisterschaften das kleine Finale nicht gespielt wird, gibt es zwei dritte Plätze.“ Im Halbfinale wartete nun der große Rivale aus Bayern der TSV Grafing (mit Verstärkung von Spielern aus Dachau und Vaterstetten) auf die Mühldorfer. Seit zwei Jahren konnte man keinen Satz gegen die Grafinger gewinnen! Sollte diese Serie zu Ende gehen? Die Grafinger waren sehr siegessicher, aber die Innstädter wollten sich nicht so leicht geschlagen geben. Das Spiel begann mit einem Fehlaufschlag der Grafinger, 1:0, dann gute Angriffe aus der in diesem Spiel ausgezeichneten Abwehr, schnell führte man mit 9:1 !! Dann konnten der Gegner etwas aufholen 15:10, aber knallharte Angriffe von Kilian Nennhuber und Jakob Gilles erhöhten wieder auf 22:12. Der Satz ging mit 25:15 an Mühldorf. Der zweite Satz war umkämpfter. Wieder gingen die Mühldorfer schnell in Führung 4:1, doch Grafing glich aus 4:4 bis zum 14:14 konnte sich kein Team absetzen erst dann erzwangen die Mühldorfer mit 17:14 einen kleinen Vorteil, konnte den sogar zum 21:16 ausbauen. Doch die Grafinger gaben sich nicht geschlagen, kamen auf 22:21 heran und schafften schließlich das 23:23, doch dann hatte Mühldorf den ersten Satzball und der wohl beste Grafinger (Dachauer) Lenni Graven verzog den Ball: der segelte ins Aus: 25:23: Finale! Der Finalgegner vom SC Dresden schickte vier Jungs mit Gardemaß auf dem Feld. Bis zum 6:6 verlief das Spiel sehr ausgeglichen. Dann erarbeitete sich Dresden einen kleinen Vorsprung, 6:10, Mühldorf konnte zum 14;15 aufholen. Doch dann setzte Dresden die Mühldorfer mit so harten Aufschlägen unter Druck, dass kein guter Angriffsaufbau mehr möglich war. Die Sachsen gewannen den ersten Satz schließlich verdient mit 18:25. Im zweiten Satz erwischten die Innstädter den besseren Start und gingen mit 8:5 in Führung. Doch dann fing sich Dresden wieder und ging 10:12 in Führung. Beim 16:9 km noch etwas Hoffnung auf, doch Dresden erwies sich als stärker und siegte mit 19:25. Das bedeutete die Silbermedaille für die Mühldorfern. Eine überragende Teamleistung führte zu diesem Ergebnis. Gratulation an Kilian Nennhuber, Jakob Gilles, Fritz Vähning, Moritz Wöls, Julian Fröstl, James Feuchtgruber und Lukas Zusann, sowie Co-Trainer Herbert Nennhuber. Ein besondere Dank gilt auch den mitgereisten Fans, deren lautstarke Unterstützung die Mannschaft mit zu diesem Erfolg getragen hat. Trainer Jogi Tille: „Die Jungs haben eine grandiose DM gespielt, sie haben taktische Maßnahmen sofort umgesetzt, es hat mir viel Spaß gemacht. Von so einem großartigen Erfolg konnten wir im Vorfeld nur träumen.“ Bild: Mannschaftsfoto Siegerehrung: von links: Kilian Nennhuber, Jakob Gilles, Fritz Vähning, Lukas Zusann, Moritz Wöls, Julian Fröstl, James Feuchtgruber, Trainer Jogi Tille, Co-Trainer Herbert Nennhuber