Broschüre 2016/17


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Der Bart ist ab und die Saison vorbei


In der Pause hatte Mühldorfs Trainer keinen Grund, irgendwen zu „rasieren“, wie man sagt, wenn es einer Maßregelung bedarf. Und doch kam ein Spieler nach der Pause ohne Bart zurück: Diagonalspieler Gerrit Eichinger, der noch mit der Länge eines 14 Monate lang gewachsenen Vollbarts aufgeschlagen hatte, ließ ihn in der Kabine, Libero Hauke Ferch hatte den Barbier gegeben. © OVB Das Beste kommt zum Schluss. Und so haben sich auch die Volleyballer des TSV Mühldorf ihre beste Saisonleistung auch bis zum Schluss aufgehoben, für eine Partie in der Regionalliga Südost, in der kein Geringerer als der Tabellendritte vom VC DJK München-Ost Herrsching II auf dem Feld gegenüber stand. Die Mühldorfer brannten danach, die Saison mit einem Sieg zu beenden. Trainer Tom Gailer hatte das Ziel ausgegeben, mindestens einmal jeden Gegner geschlagen zu haben. Gegen den VC waren die Mühldorfer im Hinspiel noch mit 1:3 unter die Räder gekommen. Im Rückspiel aber hatten sie die besseren Karten und schossen die Münchner vor knapp 100 Zuschauern mit einem klaren 3:0 aus der Mühldorfer Halle. Es war eines der seltenen Spiele, in denen alles gelingt. Schon zu Beginn gingen die Mühldorfer voll konzentriert zur Sache gegen eine Münchner Mannschaft, die zum Saisonfinale keine großen Erwartungen mehr hatte. Zweite konnten sie nicht mehr werden und selbst bei einer Niederlage gegen den Tabellennachbarn aus Mühldorf hätten sie auch weiterhin den dritten Tabellenplatz verteidigt. Und so erspielte sich Mühldorf auch aufgrund der furiosen Angriffe von Daniel Müller, der sechs direkte Punkte verbuchte, gleich zu Beginn einen komfortablen Vorsprung von vier Punkten. Dem konnten die Münchner, in deren Reihen der erstliga-erfahrene Trainer Johannes Kessler noch die besten Aktionen am Netz hatte, nichts weiter entgegensetzen. Nach einer 21:17-Führung ließ Mühldorf nichts mehr anbrennen, holte sich schließlich Satz eins mit einem 25:9. Ob am Netz oder in der Feldabwehr – Mühldorf hatte einen sehr guten Tag erwischt und Bastian Hörster konnte ein sehr variantenreiches Zuspiel aufziehen. Einzig beim Service machten sich vereinzelt Schwächen auf Mühldorfer Seite bemerkbar, die aber am Netz dafür umso effektiver kompensiert wurden. Erst 8:5, dann 11:7, später 15:8, auch weil Fabian Bartsch wieder alles im Angriff aus sich raus holte. Beim 20:11 kam die Gegenwehr von München zum Erliegen, Resignation stattdessen aufseiten der Gäste, die nicht mehr viel am Verlust von Durchgang zwei rütteln konnten (25:14). Zu Beginn des dritten Satzes waren es die Gäste aus München, die Oberwasser hatten und sich eine 6:4-Führung erspielt hatten, doch Mühldorf hielt mit dem Selbstbewusstsein von bereits zwei gewonnenen Sätzen dagegen, zog zunächst gleich (6:6), um dann mit einem Polster von vier Punkten davonzuziehen (15:11). Spätestens beim 19:13 war den Münchnern klar, dass das mit dem Auswärtssieg wohl nichts mehr werden würde. Mühldorf war euphorisch, griff klug an, Gerrit Eichinger im ersten Spiel nach seiner Verletzung umso aggressiver und damit bewerkstelligte er auch, dass es plötzlich 22:16 für Mühldorf stand. Die letzten Punkte zum Spielgewinn waren reine Formsache (25:17). Jubel in der Halle, Zufriedenheit bei den Spielern, anerkennender Applaus bei Trainer Tom Gailer, hinter dem eine turbulente Saison stand, nachdem Mittelblocker Markus Frey wegen einer Rückenverletzung ausgefallen war und sogar operiert werden musste. Teilweise nur mit einer Rumpfmannschaft von nur sieben Leuten trat er zu den Spieltagen an. Umso höher ist die Leistung des Teams einzustufen, die mit dem vierten Platz das Ergebnis der Saison 2015/2016 wiederholen konnte. Quelle: OVB