Broschüre 2016/17


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Wieder zwei Punkte näher am Ziel


Es ist die Phase der Mannschaften, die mit dem Rücken zur Wand stehen: Plötzlich erstarken die Mannschaften am Tabellenende der Volleyball-Regionalliga der Herren, um vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu schaffen. Und so wundert es nicht, dass sich die Volleyballer vom TSV Mühldorf nicht nur zuletzt gegen den Tabellenletzten aus Ingolstadt sehr schwer getan haben. Auch gegen den abstiegsbedrohten ASV Dachau (Drittletzter) hatten die Mannen um Trainer Tom Gailer am vergangenen Samstag ihre Probleme, um die nötigen Punkte zum sicheren Klassenerhalt zu sichern. Knapp mit 3:2 (25:22/23:25/21:25/25:23/ 15:9) behielten die Mühldorfer die Oberhand. „Rein rechnerisch sind wir damit immer noch nicht sicher, aber es müsste schon mit dem Teufel zugehen, sollten wir doch noch auf einen Relegationsplatz rutschen“, bilanziert Mühldorfs Trainer Tom Gailer. Denn aktuell ist es Regenstauf auf Platz acht, der im Kampf um den Klassenerhalt in die Relegation müsste. 23 Punkte haben die Regenstaufer auf dem Konto, aber nur noch zwei Spiele zu absolvieren. Mühldorf mit 28 Zählern auf Rang sechs hat noch drei Partien vor sich. „Regenstauf müsste alle Spiele ohne Satzverlust gewinnen, wir hingegen dürften keinen Satz mehr gewinnen - das halte ich für unrealistisch“, rechnet Trainer Gailer. Mit Dachau hatten die Mühldorfer am Wochenende aber zumindest große Probleme. Nur zu acht waren die Mühldorfer zum Auswärtsspiel gefahren und sahen dort eine ganz andere Mannschaft als noch im Hinspiel, als die Dachauer mit nur sechs Spielern nach Mühldorf gekommen waren. „Diesmal saßen fünf Spieler auf der Bank. Außerdem hatte sich Dachau mit einem Ex-Championsleague-Spieler verstärkt“, berichtet Gailer. Martin Carinelli, der bereits mit dem spanischen Erstligisten Palma de Mallorca an der Championsleague teilgenommen hat, ist eigentlich Trainer der dritten Herrenmannschaft Dachaus. Um jedoch den abstiegsbedrohten Regionalligisten aus dem Tabellenkeller zu verhelfen, streifte sich der Libero auch am Samstag das Trikot über und sorgte so für eine stabile Annahme, auf Grundlage derer die Dachauer ordentlich Druck aufbauen konnten. Wie wichtig Carinelli ist, zeigte sich schon in der Vorwoche, als die Dachauer den Drittplatzierten VC/DJK München-Ost-Herrsching II mit 3:0 aus der Halle geschossen hatten. Doch so leicht hatten es die Dachauer zunächst gegen Mühldorf nicht. Denn in der Anfangsphase war Mühldorf die tonangebende Mannschaft. Mit Leon Wapler als Diagonalangreifer in der Startformation für Gerrit Eichinger, der immer noch an den Folgen einer Sprunggelenksverletzung laboriert, hielt Mühldorf gut dagegen und entschied den ersten Satz des hochklassigen Spieles in der Schlussphase: Fabian Bartsch servierte drei Mal hart, schaffte sogar ein Ass und bewerkstelligte damit den 25:22-Erfolg. Genau anders herum lief es im zweiten Durchgang, der ebenfalls ausgeglichen verlaufen war, aber mit Vorteilen bei den Dachauern, die sich eine komfortable 24:20-Führung herausgespielt hatten, dann aber kurz einbrachen, sodass Mühldorf auf 23:24 herankam, letztlich aber mit 25:23 für den Satzausgleich sorgten. Gailer stellte nicht viel um, begann wiederum mit Leon Wapler, Eichinger hatte nur Kurzeinsätze, etwa für Aufschläge. Von Beginn an jagte Mühldorf im dritten Satz einem Rückstand hinterher. 1:4 oder 11:14 hieß es. „Wir bekamen zu diesem Zeitpunkt die gegnerischen Mittelblocker nicht in den Griff, auch die Feldabwehr blieb hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Mittelblocker Dachaus machten dafür die Punkte“, fasst Gailer Satz drei zusammen. Die Folge: das 25:21 bescherte die Satzführung für Dachau. Dachau spielte jetzt zwar konstanter, doch Mühldorf gab sich noch nicht auf, warf nun alles in die Waagschale. Tatsächlich kam auf diese Weise eine klare 17:12-Führung zustande, beim 23:15 war der Satzausgleich zum 2:2 greifbar nahe. „Doch dann kam das große Flattern“, berichtet Gailer. Dachau holte Punkt für Punkt auf. 1:8 Punkte, so das Verhältnis der Punkte in der Folge, Dachau stand kurz vor dem Gleichstand (23:24), doch Mühldorf hat es irgendwie geschafft den Ball ins gegnerische Feld zu „würgen“, wie es Gailer ausdrückt. 25:23 – Mühldorf hatte einen Punkt schon mal sicher. Die Spielentscheidung musste im fünften Satz fallen. Zwei umstrittene Schiri-Entscheidungen zugunsten der Mühldorfer hatten zur Folge, dass Mühldorf gleich mit 2:1 führte. Dachau holte sich zum Seitenwechsel zwar die Führung zurück (8:6), doch danach war der Faden bei den Gastgebern ab. Patrick Müller servierte normal, doch Dachau fand kein Rezept dagegen, dazu kam, dass die Mühldorfer zwei entscheidende Abwehrbälle aus dem Feld fischten. „Wir haben die schlechte Phase der Dachauer im richtigen Moment ausgenutzt“, fasst Gailer schließlich den 15:9-Erfolg und damit den 3:2-Sieg der Mühldorfer zusammen. Für ihn ein wichtiger Sieg im direkten Duell, denn Gailer ist davon überzeugt, dass Dachau in der Schlussphase noch alles daran setzen wird den Relegationsplatz zu ergattern – Mühldorf ist für die Dachauer schon jetzt außer Reichweite. Drei Spiele stehen für den TSV jetzt noch aus: Nächste Woche geht es noch einmal zum Auswärtsspiel zum MTV München (11. März), am Sonntag, 12. März, empfangen die Mühldorfer den Tabellennachbarn SV Schwaig, der mit einem Punkt Vorsprung aktuell Platz fünf innehat, und zum Saisonfinale in der Mühldorfer Mittelschulturnhalle kommt am 18. März der Dritte VC DJK München-Ost-Herrsching II nach Mühldorf. Quelle: OVB