Broschüre 2016/17


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Und plötzlich ging das Licht aus


Mit einem blauen Auge sind die Volleyballer des TSV Mühldorf davongekommen. Sie gewannen mit Mühe und gütiger Mithilfe der Gegner aus Ingolstadt gegen das Tabellenschlusslicht Donau Holz Volleys mit 3:2, nachdem sie bereits mit 0:2 zurücklagen. Für Trainer Tom Gailer war es „ein ganz wichtiger Sieg, denn nach drei Niederlagen in Folge war unser Selbstbewusstsein schon ein bisschen angeknackst“. Erst im vierten Satz und dem darauffolgenden Tiebreak zeigte die Mühldorfer Truppe, was sie wirklich draufhat. Die Niederlagen in den vergangenen Spielen nagten an den Regionalliga-Volleyballern des TSV Mühldorf offensichtlich doch mehr. Die Ausgangslage in dem Heimspiel gegen Ingolstadt war klar: Beide Teams mussten gewinnen; Mühldorf, um sich im Tabellenmittelfeld zu etablieren, und die Donau Holz Volleys, um die Chance auf den Klassenerhalt noch zu wahren. Den besseren Start erwischten die Gäste. Die Heimmannschaft agierte übervorsichtig und verkrampft. Trainer Tom Gailer hatte wegen der dünnen Personaldecke aber auch keine taktischen Wechselmöglichkeiten; lediglich der angeschlagene Gerrit Eichinger saß auf der Ersatzbank. So lagen die Mühldorfer in den ersten beiden Sätzen zu Beginn in Führung, fanden am Ende aber nicht die Mittel, die Sätze nach Hause zu bringen. Gerade im Angriff fehlte den Mühldorfern in den entscheidenden Situationen die Durchsetzungskraft; und so mussten sie beide mit 23:25 abgeben. Die folgende Zehn-Minuten-Pause nutzte TSV-Trainer Tom Gailer, um seine Mannschaft wieder aufzubauen. „Wir haben nicht schlecht gespielt, waren aber im Kopf nicht frei genug“. Der dritte Satz bescherte ihm dann eine Achterbahn der Gefühle. Erst lagen seine Jungs mit 5:3 in Führung, dann verloren sie den Faden und mussten beim 16:20 einem Vierpunkterückstand hinterherlaufen. Das Ingolstädter Team wirkte abgeklärter, doch die Mühldorfer kämpften sich heran, schafften beim 21:21 den Ausgleich und hatten beim 24:23 sogar Satzball. Doch erst den dritten Satzball nutzten sie und holten sich mit dem 28:26 diesen Satz. Danach hatte man das Gefühl, dass die Mannschaft endlich das zeigen konnte, was sie spielerisch wirklich draufhat. Während Ingolstadt abbaute und nicht mehr so variabel agierte, gab vor allem Youngster Fabian Bartsch ordentlich Gas. Seine Sprungaufschläge stellten die Ingolstädter Annahme ein ums andere Mal vor Probleme und im Angriff fand er immer wieder eine Lücke im gegnerischen Block. So erarbeiteten sich die Hausherren einen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung (10:5, 15:10, 21:16), den sie bis zum Satzgewinn (25:18) sogar auf sieben Punkte ausbauten. Damit stand es 2:2 in Sätzen und der Tiebreak musste über Sieg oder Niederlage entscheiden. Hier ging es erst einmal hin und her, beim 7:5 hatten sich die Mühldorfer erstmals einen Zweipunktevorsprung herausgearbeitet; doch dann ging das Licht aus. Die automatische Steuerung sprang pünktlich um 22 Uhr an. Es dauerte eine Weile, bis die Verantwortlichen wieder für reguläre Lichtverhältnisse gesorgt hatten und nicht nur TSV-Trainer Gailer hatte Sorge, dass sie der Lichtausfall noch den fünften Satz kosten könnte. Doch seine Mannschaft steckte die unfreiwillige Unterbrechung gut weg und ließen sich jetzt nicht mehr aus dem Konzept bringen, während die Gäste aus Ingolstadt mehr und mehr resignierten. Am Ende jubelten die Mühldorfer über das 15:7 und den damit verbundenen 3:2-Erfolg. Mit nun 26 Punkten stehen sie auf dem sechsten Tabellenplatz und müssen am kommenden Samstag beim Tabellenneunten ASV Dachau II antreten. Dort soll der Klassenerhalt endgültig in trockene Tücher gebracht werden.