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Die letzte Chance für Ingolstadt


„Die restlichen Sieben“ – so bezeichnet Mühldorfs Trainer Tom Gailer die Formation, mit der die erste Herrenmannschaft des TSV Mühldorf am heutigen Freitag versuchen will, endlich alles für den Klassenerhalt klar zu machen. Die Aufgabenstellung scheint lösbar: Die Tabellenletzten, die Donau Holz Volleys aus Ingolstadt, sind zu Gast in Mühldorfs Mittelschulturnhalle an der Europastraße (Beginn 20 Uhr). Und die sind dazu verdammt zu gewinnen, wollen sie auch in der nächsten Saison in der Regionalliga aufschlagen. „Verliert die Mannschaft aus Ingolstadt hat sie nicht einmal mehr theoretisch die Chance, noch die Klasse zu halten“, hat Gailer bereits ausgerechnet. Besser sieht es für die Mühldorfer aus. Deren Vorsprung gegenüber dem TB/ASV Regenstauf, der derzeit den Relegationsplatz belegt, beträgt zwar nur einen mageren Punkt. „Aber Regenstauf hat das schwierigere Restprogramm, wir außerdem noch drei Spiele mehr zu absolvieren. Wir haben also keinen allzu großen Druck heute“, zeigt sich Gailer zuversichtlich, ja sogar optimistisch. „Wenn nicht zu Hause gegen den Tabellenletzten: Gegen wen sollen wir denn dann noch gewinnen?“ Dem ehemaligen Trainer des SC Freising ist nicht entgangen, dass sich die Donau Holz Volleys nach einem verkorksten Saisonauftakt Verstärkung von den Freisingern geholt haben. Gailer spricht von Markus Noack, der wegen Knieproblemen eigentlich die aktive Laufbahn als Volleyballer beendet hatte, jedoch seit Januar im Aufgebot von Ingolstadt steht. „Der tut ihnen im Angriff sehr, sehr gut“, weiß Gailer, der selbst allerdings nicht alle Register ziehen kann. Gerrit Eichinger hatte sich eine Bänderverletzung am Sprunggelenk zugezogen. Mehr als ein leichtes Training war in den vergangenen beiden Wochen nicht drin. „Springen geht gar nicht, aber wir tragen ihn auf dem Spielberichtsbogen ein – als Aufschlagsjoker.“ Nachdem auch Zuspieler Bastian Hör ster und Mittelblocker Patrick Müller das spielfreie Wochenende dazu genutzt hatten, um einen grippalen Infekt ordentlich auszukurieren, stehen Gailer damit nur sieben Spieler zur Verfügung, die wie zuletzt gegen Taufkirchen auflaufen werden. Das heißt: Leon Wapler wird über diagonal Druck machen, Daniel Müller und Fabian Bartsch greifen über Außen an und über Mitte sind Patrick Müller und Nico Philipeit gesetzt. Libero bleibt Hauke Ferch. Nach drei Niederlagen in Folge werde es nun Zeit wieder zu siegen, Gailer hofft dabei auf dieselbe Durchschlagskraft, die seine Leute schon im Hinspiel an den Tag gelegt hatten: Druckvolle Aufschläge sollen die Gegner zu Fehlern in der Annahme zwingen, während die Mühldorfer basierend auf eine solide Annahme – darauf hatte Gailer seinen Trainingsschwerpunkt in den vergangenen 14 Tagen gesetzt – einen guten Angriffsaufbau garantieren. Vielleicht klappt‘s dann auch mit einem Sieg und die Mühldorfer können zu Hause und vorzeitig den sicheren Klassenerhalt mit den Fans begießen. Quelle:OVB