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Immerhin noch einen Punkt geholt


Es war ein Spiegelbild des Hinspiels: Waren es in Mühldorf die Freisinger, die einen denkbar schlechten Start erwischt hatten, so waren es diesmal die Mühldorfer Regionaliga-Vollesballer, die nicht ins Spiel kamen. Als „Vogelwild“, kommentierte Mühldorfs Trainer den Auftakt der Partie in Freising, die mit 3:2 für die Gastgeber endete und für die Gailer eine etwas ungewöhnliche Aufstellung gewählt hatte. Denn nach der Armverletzung von Diagonalspieler Gerrit Eichinger war Gailer gezwungen umzustellen. Nico Philipeit sollte den Diagonalpart übernehmen, Leon Wapler dafür über die Mitte angreifen. Die einzig denkbare Option an diesem Tag, für den Gailer eigentlich angekündigt hatte, eventuell mit zwei Zuspielern zu agieren. Doch Fabian Bartsch, der als zweiter Mann neben Bastian Hörster für diese Aufgabe in Frage gekommen wäre, hat in dieser Saison noch keine Erfahrung als Zuspieler sammeln können. Deshalb verzichtete Gailer auf diese Spielvariante. Auch deswegen, weil Fabian Bartsch dem eingespielten Annahmeriegel der Mühldorfer angehört und diese Stabilität wollte Gailer ebenfalls nicht aufs Spiel setzen. Doch noch schien auch die tatsächlich angewandte Variante nicht den Durchschlag zu bringen, „was allerdings auch nicht an Nico Philipeit und Leon Wapler lag“, nimmt sie Gailer in Schutz. Vielmehr waren es schlechte Aufschläge und eine schlechte Annahme, die den Gegner ins Spiel brachten und schnell mit 1:0 führen ließen (14:25). Im zweiten Durchgang lief es nicht viel besser. Schnell lagen die Gäste aus Mühldorf mit 2:6 im Hintertreffen. Nicht zuletzt, weil die Freisinger mit den Entscheidungen des Schiedsrichters haderten, kam Mühldorf wieder ran, gestaltete in der zweiten Phase dieses Abschnitts die Partie ausgeglichen und der TSV setzte sich schließlich dank einer Aufschlagserie von Fabian Bartsch mit 25:22 durch. Aufschläge waren es auch in Abschnitt drei, die den Satz entscheiden sollten. Zwar waren auch hier die Mühldorfer zunächst ins Hintertreffen geraten, doch dank der Aufschlagserie von Nico Philipeit wendete sich das Blatt, Mühldorf erzielte nach einem klaren 25:15 die 2:1-Satzführung. Der TSV war am Drücker, konnte aber die gute Form nicht in den vierten Satz retten. Wieder waren die Freisinger in Front, Mühldorf lief bis zur Mitte des Satzes einem Rückstand hinterher. Ausgeglichenheit ab dem 11:11, an der sich bis zum Ende des Durchgangs nichts ändern sollte. Zuviel Risiko bei den Aufschlägen – drei Fehler in Folge – hatten die erneute Führung der Freisinger zur Folge, doch auch die konnten die Mühldorfer ausgleichen zum 22:22. Doch dann landeten zwei Angriffe im Einerblock des Gegners. Der Satzverlust war nicht mehr abzuwenden (23:25). Also musste der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen. Wieder ein schlechter Start der Mühldorfer, die schnell mit 4:7 in Rückstand lagen, aber sich wieder herankämpften (7:8). Hin und her ging es dann, jedoch mit dem besseren Ende für Freising (15:17). „Am Ende war es reine Glückssache“, ärgerte sich Tom Gailer über die vergebene Chance einen Dreier zu holen. Wenn er allerdings Hin- und Rückspiel miteinander vergleicht, gibt er zu: „Mich ärgert der Punktverlust beim 3:2 im Hinspiel mehr, als die Niederlage im Rückspiel.“ Immerhin nahmen die Mühldorfer einen Punkt mit, hielten damit als Tabellenvierter mit 24 Punkten den Verfolger aus Freising (20 Punkte) auf Distanz. Ein Punkt also, der im Kampf um den Klassenerhalt noch wichtig sein wird. Quelle: OVB