You are here

Home

Druck mit den Aufschlägen erzeugen


Sieben Spiele, sieben Siege - da kommt einiges an Herausforderung auf die Volleyballer des TSV Mühldorf zu, wenn der MTV München am morgigen Samstag in der Mittelschulturnhalle seine Visitenkarte abgibt (Spielbeginn 20 Uhr). Wer rechnen kann, sollte eigentlich richtig liegen, wenn man den MTV an der Tabellenspitze der Regionalliga Südost wähnen würde. Doch der MTV ist nur Zweiter, der TB/ASV Regenstauf führt die Tabelle an mit nur einem Punkt Vorsprung, und das obwohl Regenstauf nach immerhin schon neun Spielen schon drei Niederlagen auf dem Konto hat. Die Punkteregelung beim Tie-Break ist schuld daran: Denn wann immer die Partie über die vollen fünf Sätze geht, darf sich der unterlegene aufgrund seiner zwei gewonnenen Sätze über einen Trostpunkt freuen, für den Sieger gibt es dann nur zwei Siegpunkte. Und der MTV München ist in dieser Beziehung ein gebranntes Kind. Denn vier seiner bisherigen sieben Spiele gingen über fünf Sätze, vier Punkte fehlen somit auf dem Konto der ambitionierten Münchner, die Mühldorfs Trainer Tom Gailer als Aspiranten auf den Titel einstuft. „Das wird morgen ein spannendes und interessantes Spiel. Ich halte den MTV München für die stärkste Mannschaft der Liga. Ihr großes Plus ist, dass sie extrem breit aufgestellt ist.“ Doch Gailer ist überzeugt davon, dass die Münchener schlagbar sind: „Wenn eine Partie über fünf Sätze geht, dann ist oft auch ganz viel Glück im Spiel, das dann über Sieg und Niederlage entscheidet. Wir wollen sie auf jeden Fall ärgern!“ Und das funktioniert nach der Ansicht des Mühldorfer Trainers am besten über die Aufschläge, mit denen die Mühldorfer in dieser Saison schon in so mancher Partie das Fundament für den späteren Sieg gelegt haben. Denn in der Annahme, da seien die MTVler verwundbar, meint Gailer. Keine gute Annahme bedeute einen gehemmten Spielaufbau, nehme dem ganzen das Tempo raus und Mühldorf könne besser aus der Defensive heraus agieren. Gegen die groß gewachsenen Münchener kann Gailer wieder auf sein komplettes Aufgebot setzen. Mittelblocker Patrick Müller hat seine Armverletzung auskuriert, steigt heute wieder ins Mannschaftstraining ein und wird zumindest auf der Bank die Wechselalternative für den angeschlagenen Markus Frey (Rückenprobleme) sein. Libero Hauke Ferch genießt das volle Vertrauen vom Coach, so dass er auch morgen Abwehrchef der Mühldorfer sein wird, während sein Co., Daniel Müller, im Angriff Akzente setzen wird. Zuletzt mit dabei war auch Leon Wapler, auf ihn kann Gailer am Samstag jedoch nicht zurückgreifen, weil Wapler in der zweiten Mannschaft gebraucht wird. „Die sind gerade akut abstiegsbedroht und müssen Punkte sammeln. Ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich nun Wapler an diesem Spieltag in die Erste hochziehen würde“, erklärt Gailer den schmerzhaften Verzicht auf Wapler. Als Tabellenvierter empfängt der TSV Mühldorf (16 Punkte) den MTV München (17 Punkte). Bei einem Sieg könnte Mühldorf sogar die Tabellenspitze erklimmen, denn der aktuelle Tabellenführer aus Regenstauf (8 Punkte) ist an diesem Wochenende spielfrei. Doch es bleibt abzuwarten, wie sich der aktuelle Tabellendritte SV/DJK Taufkirchen (17 Punkte) gegen den Vorletzten ASV Dachau präsentiert. Unterliegt Dachau klar, dann steht Taufkirchen an der Spitze. Quelle: OVB