Broschüre 2017/18


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Dritte Bundesliga in Mühldorf


Die Volleyball-Lokomotive Mühldorf ist nicht aufzuhalten: Am drittletzten Spieltag der Volleyball-Regionalliga Südost überrollten Spielertrainer Michi Mayer und seine Mannen den Tabellenletzten ASV Dachau II mit 3:0, sie sicherten sich damit die Vormachtstellung in der Regionalliga. Damit steht der TSV zwei Tage vor dem Saisonende mit vier Punkten Vorsprung auf Hammelburg als Meister fest. Sowohl im direkten Vergleich zu Verfolger Hammelburg (2:3 und 3:0) als auch aufgrund eines gigantischen Satzverhältnisses von 44:13 (Hammelburg: 37:25) kann die Mühldorfer Mannschaft also jetzt, da noch zwei Heimspiele gegen Grafing (23. Februar) und Zirndorf (16. März) anstehen, nicht mehr vom Thron gestoßen werden.
Wie so oft in dieser Saison musste Spielertrainer Mayer auch gegen den Tabellenletzten aus Dachau wieder improvisieren. Weil ihm letztlich nur sieben Spieler zur Verfügung standen, verzichtete er auf die Besetzung des Liberos, es kam zur paradoxen Situation, dass National-Libero Leo Tille als Ersatzspieler draußen blieb, um im Falle des Falles in die Bresche zu springen. Auch sonst nahm Mayer einige Umgestaltungsmaßnahmen vor: Thomas Brandstetter rückte er als Annahmespieler auf die Außenposition, wo er diagonal zu Fabian Wagner angriff. Severin Bienek war nach den herausragenden Spielen zuletzt als Diagonalspieler ohnehin gesetzt. Über die Mitte griffen schließlich Hüne Patrick Brunner und Allrounder Michi Mayer an.
Es benötigte Zeit bis die spielerische Dominanz der Mühldorfer wirklich zum Tragen kam. Bis Mitte des ersten Satzes war alles ausgeglichen, dann brachte Mayer Tille für Brunner in die Abwehrreihe und die Mühldorfer erspielten sich prompt den komfortablen Vorsprung heraus, der zum 25:18-Erfolg führte.
Im zweiten Satz konnte Dachau wieder mithalten, sich teilweise eine Führung erspielen. Doch an Annahmespieler Fabian Wagner, der das halbe Feld abdeckte, bissen sich die Dachauer regelrecht die Zähne aus. Symptomatisch die Vorgeschichte zum 25:23-Erfolg: Wegen eines Aufstellungsfehlers ging Punkt 24 an Mühldorf, diese Einladung zum Satzgewinn ließ sich der neue Titelträger dann auch nicht mehr nehmen.
Dachau war gebrochen, die Gegenwehr hielt sich in Durchgang drei in Grenzen, Mühldorf spazierte relativ sicher mit 25:16 durch und machte damit sein Meisterstück perfekt.
Jubel bei Trainer, Spieler und auch bei Abteilungsleiter Stefan Bartsch, der natürlich in Dachau dabei war, um den vorzeitigen Titelgewinn live mitzuerleben. "Eine sensationelle Leistung, die die Mannschaft die ganze Saison über angerufen hat. Ein verdienter Titelgewinn einer Mannschaft, die ihr Dingsouverän und auf hohem Niveau durchgezogen hat", lobt er den Titelgewinn und den damit verbundenen Aufstieg in die dritte Bundesliga. Schon jetzt würden erste Gespräche geführt, um die Spieler zu halten. Spielertrainer Michi Mayer hat bereits angekündigt, dass er den Mühldorfern treu bleiben wird, auch Severin Bienek hat sein Bleiben signalisiert.
Auch gilt es finanzell die Weichen für die nächste Saison zu stellen. "Wir freuen uns auf das neue Abenteuer, wenngleich dieses mit erheblichen Kosten verbunden sein wird. Wir müssen nun beginnen Gespräche zu führen." Stefan Bartsch spricht davon, dass bis zu 20000 Euro an Mehraufwand vonnöten sein wird.

Quelle: Mühldorfer Anzeiger